Natur und Umwelt

Quarto d’Altino liegt zwischen drei Karstquell-Flüssen und der Lagune. Aus diesem Grund galt das Gebiet schon zu römischer Zeit als klimatisch angenehm und gut bewohnbar.

Der Sile durchquert das gesamte Gebiet der Gemeinde. Mit seinen 90 km Länge ist er einer der längsten Karstquell-Flüsse Europas. Sein Flussbett liegt in einer intakten Landschaft, am Ufer stehen venezianische Villen und Herrenhäuser. Eine beschauliche Bootfahrt führt von Treviso bis zu den Inseln der Lagune Venedigs; der gewundene Flusslauf bietet immer wieder wundervolle Aussichten auf die Umgebung. Das gesamte Einzugsgebiet des Flusses gehört um Parco regionale del fiume Sile, zum regionalen Naturpark Sile. Entlang der Ufer führen lange Rad- und Wanderwege.

Auf organisierten Ausflügen mit Schiff oder Boot kann man einen Großteil des Flusses befahren, von Quarto d’Altino bis nach Treviso, oder zu den Laguneninseln von Torcello, Burano, Sant Erasmo, Murano bis nach Venedig.

Die Natur-Oase von Trepalade liegt in einer eindrucksvollen Naturlandschaft. Die Oase ist ganzjährig geöffnet und verfügt über ein behindertengerechtes Service-Zentrum. (Anmeldung bei der Associazione Ornitologica Basso Piave, dem „Vogelschutzbund“ des Piavegebietes. Hier findet man Biotope mit der typischen Flora und Fauna der Umgebung, unberührte Uferpassagen mit typischen Auwäldern. Das Umwelt-Lehrzentrum Airone und das ornithologische Museum von Portegrandi vervollständigen das Angebot der Oase.

Entlang des Sile, in San Michele Vecchio, ist die Landschaft im Hinblick auf Botanik, Vegetation, Ornithologie und Insektenkunde außergewöhnlich interessant; es ist eine streng geschützte Zona umida, das Feuchtgebiet von San Michele Vecchio. Man findet dort eine seltsame fleischfressende Pflanze (utricularia vulgaris), die im Wasser wächst und sich von kleinen Insekten ernährt, welche sich auf ihren mit Bläschen übersäten gelben Blütenblättern  niederlassen. Man kann das Gebiet frei besichtigen, eine Führung unter der Obhut der Associazione ASTEA – CIDREA wird jedoch empfohlen.

Die Conca von Portegrandi ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten im Gebiet von Altino: sie wird bereits 1680 erwähnt , als die Republik Venedig die Mündung des Sile umleitete und den Taglio del Sile (einen künstlichen Kanal) in Richtung Caposile schufen. Die Schleusentore, erbaut zwischen 1682 und 1684,  öffnen und schließen sich für die Durchfahrt von Booten und Schiffen, die von dem meist höheren Wasserstand des Sile in die Lagune einfahren möchten. Noch heute sehen wir die damaligen Preise für die Passage, die im Jahr 1684 für verschiedene Boote beschlossen und in eine Tafel aus istrischem Marmor eingemeißelt wurden. Das landschaftlich reizvolle Umland gehört nicht ohne Grund zum Naturpark Sile. Die Conca war bis 1960 das Zentrum von Portegrandi. Der lebhafte Bootsverkehr brachte Leben in den kleinen Ort: hier tauschte man Erfahrungen und Nachrichten aus, und hielt natürlich auch immer gern ein Schwätzchen.

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